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FDP-Antrag bringt Binger Busverkehr auf neuen Weg

Bessere Abstimmung der Buslinien, eine Perspektive für die Beschäftigten und eine spürbare Entlastung für Bingen: Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, die Verantwortung für den Busverkehr zum 12. Dezember 2027 an den Landkreis Mainz-Bingen zu übertragen. Den Anstoß für die Prüfung dieser Lösung gab die FDP-Stadtratsfraktion bereits im Mai 2025.

Bessere Abstimmung der Buslinien, eine Perspektive für die Beschäftigten und eine spürbare Entlastung für Bingen: Der Stadtrat hat einstimmig beschlossen, die Verantwortung für den Busverkehr zum 12. Dezember 2027 an den Landkreis Mainz-Bingen zu übertragen. Den Anstoß für die Prüfung dieser Lösung gab die FDP-Stadtratsfraktion bereits im Mai 2025.

Damals haben wir beantragt, eine Übernahme des städtischen Busverkehrs durch die Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH (KRN) zu prüfen. Unser Ziel war klar: Stadt- und Regionalbusse besser miteinander verbinden, die Mitarbeitenden fair in eine neue Struktur überführen und einen verlässlichen Nahverkehr dauerhaft finanzierbar machen. Mit dem jetzigen Beschluss wird aus dieser Initiative ein konkreter Weg für Bingen.

Fahrpläne besser aufeinander abstimmen

Wenn Stadt- und Regionalverkehr gemeinsam geplant werden, lassen sich Linien, Takte und Anschlüsse aus einem Guss gestalten. Für Fahrgäste eröffnet das die Chance auf einfachere Wege und besser passende Umstiege. Geplant ist unter anderem eine direkte Busverbindung von Bingen nach Ingelheim mit Anbindung der Technischen Hochschule und der Rheinwelle.

Eine dichtere Taktung ist damit noch nicht beschlossen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die neue gemeinsame Planung dort zu Verbesserungen führt, wo Fahrgäste sie im Alltag brauchen. Die City-Linien 606 und 607 bleiben erhalten und werden weiterhin von der Stadt als Zusatzleistung beauftragt.

Beschäftigte mitnehmen, Stadt entlasten

Die KRN möchte die Beschäftigten des Binger Verkehrsbetriebs langfristig weiterbeschäftigen. Für uns gehört zu einer guten Überleitung auch, dass die Fahrerinnen und Fahrer bei den Arbeitsbedingungen und der Bezahlung profitieren. Die konkreten Bedingungen sind Gegenstand der laufenden Personalgespräche.

Zugleich gewinnt Bingen finanziellen Spielraum zurück. Nach den derzeitigen Planungen, über die die Allgemeine Zeitung berichtet, entlastet die Neuordnung die Stadt um rund 1,5 Millionen Euro. Für einen eigenständigen Weiterbetrieb hätten zudem Investitionen von etwa 7,2 Millionen Euro angestanden. Dieses Geld wird in Bingen für viele wichtige Aufgaben gebraucht.

Wir haben mit unserem Antrag den Stein ins Rollen gebracht. Dass der Stadtrat nun einstimmig einen neuen Weg für den Busverkehr beschlossen hat, ist ein Erfolg für eine Politik, die gute Mobilität und solide Stadtfinanzen zusammen denkt. An der Umsetzung werden wir weiter mitarbeiten – mit Blick auf die Fahrgäste, die Beschäftigten und das Angebot in allen Stadtteilen.