Stadträte - Freie Demokraten Bingen am Rhein

Stadträte

Interview

Stadtrat Peter Eich

STADTRAT Peter Eich stellt sich vor

- Seit wann engagieren Sie sich in der Kommunalpolitik? Gab es einen
Auslöser?

Seit 1972 bin ich in der Kommunalpolitik aktiv. Zunächst als Mitglied im Sportausschuss, ab 1979 war ich 15 Jahre im Stadtrat. Nach einer Pause von 15 Jahren rückte ich nun im Herbst 2009 wegen des plötzlichen Todes von Frau Helga Freundlieb in den Stadtrat nach. Das Interesse an der Kommunalpolitik weckte bei mir der Binger Ehrenbürger und ehemalige Beigeordnete der Stadt Karl Horbach.

- Was ist so reizvoll daran, Mitglied des Stadtrats zu sein?

Das Ehrenamt „Stadtrat“ ist nicht immer reizvoll, um das gleich vorweg zu sagen. Es ist oft mühsam, zeitraubend und frustrierend, wenn Themen auf der Tagesordnung stehen, die einen im normalen Leben niemals tangieren würden. Auf der anderen Seite kann man jedoch in gewisser Weise an der Gestaltung der Stadt, bei Fragen des Zusammenlebens der Bürgerinnen und Bürger, dem Veranstaltungsangebot und vielen anderen Dingen mitwirken.

- Was bedeutet für Sie der Begriff Fraktionszwang bzw. unabhängiges Mandat?

Das imperative Mandat gibt es in Deutschland Gott sei Dank nicht. Jeder ist seinem Gewissen verpflichtet.
Es gibt jedoch das Problem der Mehrheitsfindung. Und dabei kann es durchaus sein, dass man sich im Rahmen eines Gedankenaustauschs davon überzeugen lässt, mit zur Mehrheit beizutragen, auch wenn das Ergebnis nicht hundertprozentig mit der eigenen Meinung übereinstimmt.

- Was gefällt Ihnen in Bingen am besten, was würden Sie am liebsten sofort anders machen?

Die Lage an Nahe und Rhein, die Rheinpromenade, der Rochusberg, der Binger Wald, all das gefällt mir sehr gut. Diese Schmuckstücke müssen noch mehr ins Bewusstsein vor allem der überregionalen Öffentlichkeit gerückt werden. Die Landesgartenschau 2008 war hier ein viel versprechender Anfang. Leider scheint es so, als schlafe die damals zu spürende Begeisterung wieder ein.
Da müsste bald etwas anders gemacht werden.


- Was wollen Sie in den kommenden fünf Jahre erreichen?

Wie oben erwähnt, müsste der Bekanntheitsgrad von Bingen verbessert werden.
Darüber hinaus ist es mein persönliches Anliegen, die Verschuldung der Stadt signifikant zu senken. Dies bedeutet meiner Meinung nach vor allem, dass verstärkt Einsparmöglichkeiten gesucht und umgesetzt werden müssen. Dies ist unter anderem durch eine bessere Kostenkontrolle bei öffentlichen Bauten möglich. Eine Kostensteigerung wie zum Beispiel beim Bau der Binger Grundschulmensa darf es einfach nicht geben.